Nimm mit 510.307 Campact-Aktiven Einfluss
auf aktuelle politische Entscheidungen.

Christoph Poland (CDU)

Anrede

vielen Dank für Ihre Email, die mich als Sammelmail über die Seite von campact erreicht hat.

Sie sprechen darin den Themenkomplex der Energieversorgung in Deutschland an. In der Tat beträgt der Anteil regenerativer Quellen am Strom heute 16 Prozent. Allein am Punkt der Schätzungen, wie sich diese Energie weiter entwickelt, liegen die Experten auseinander. Die Branche der erneuerbaren Energien sagt, wir werden bereits in zehn Jahren 47 Prozent Ökostrom produzieren. Konservative Schätzungen, wie etwa die des BDI, rechnen mit 40 Prozent im Jahr 2030. Ich bin dafür, konservativ zu rechnen, denn wir brauchen eine verlässliche Stromversorgung.

Mir geht es, wie Ihnen sicher auch, nicht nur darum auszusteigen aus der Kernenergie - und ich kenne übrigens in der Koalition keinen, der sagt: Atom ist unsere Zukunftstechnologie. Wir wollen einsteigen in die erneuerbare Energie. Das Herzstück dafür sind intelligente Netze, die hohe Investitionen erfordern. Wir haben im übrigen heute 30000 Arbeitsplätze im Kernkraft-Sektor, aber fast schon 300 000 bei Windkraft, Solar - und Biomasse-Energie. Dieser Sektor wird weiter wachsen. Die Erneuerbaren sind beschäftigungsintensiv, es ist heimische Wertschöpfung. Die globale Nachfrage nach diesen Technologien steigt und steigt.

Kernkraft ist dabei eine Brücke in eine neue Zeit. Diese Brücke wird vielleicht etwas länger als geplant, aber sicher immer schmaler. Und ich teile die Auffassung des Bundespräsidenten: Die Gesellschaft, die am schnellsten und am intelligentesten umschaltet, wird am Ende als Gewinner dastehen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Poland

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